Verantwortlich Spielen in Online Casinos zur Vermeidung einer Spielsucht

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Ute Schreiner

Spielsucht ist ein immer größer werdendes Thema. Besonders in Zeiten des technischen Fortschritts, wo das Spielen in Online Casinos zu jeder Tages- und Nachtzeit und beinahe auf jedem Gerät und an jedem Ort problemlos möglich ist, fallen viele Spieler dieser ernstzunehmenden Krankheit zum Opfer. Die meisten Spieler realisieren zunächst nicht, dass sie eine Sucht haben und verschulden sich häufig erst sehr hoch, bis sie sich Hilfe suchen. Das Problem ist dann meistens, dass sie sich aus Angst vor gesellschaftlicher Ächtung nicht trauen sich als spielsüchtig zu outen und sich stattdessen immer weiter zurückziehen, sodass ihnen kaum zu helfen ist. Viele Spielsüchtige, die ihre Sucht bemerken wissen aber auch einfach nicht wohin sie sich wenden sollen, da über mögliche Anlaufstellen kaum berichtet wird.

Laut einer Studie aus dem Jahr 2015 sind 1,1% der österreichischen Bevölkerung süchtig nach Glücksspielen. Die Dunkelziffer wird um einiges höher geschätzt. Allein die Spielsuchthilfe Wien betreut jedes Jahr hunderte dieser pathologischen Spieler und über 80% von ihnen sind hoch verschuldet. Spielsucht ist eine ernshafte Krankheit mit schwerwiegenden Folgen. Die Auswirkungen auf Betroffene und Angehörige können katastrophal sein. Anhand dieser Fakten und Zahlen sieht sich CasinoNow als Ressource österreichischer Online-Angebote im Bereich Casino dazu verpflichtet, Spieler und Spielinteressierte über die potenziellen Gefahren des Glücksspiels aufzuklären. Es werden Ursachen, Folgen, Präventionssmöglichkeiten und Therapieformen berücksichtigt. In diesem Artikel sagen wir Ihnen, wie Sie eine Spielsucht frühzeitig erkennen, an wen Sie sich wenden können und wie Sie der Entwicklung einer Spielsucht effektiv vorbeugen können.

Was ist Spielsucht?

Als stoffungebundene Suchterkrankung bezeichnet Spielsucht nicht etwa die Abhängigkeit von einer bestimmten Substanz, sondern ein spezifisches hochproblematisches Verhalten unter Glücksspielern. Sind diese nicht in der Lage, auf Glücksspielangebote zu verzichten, obwohl sich stark negative Auswirkungen ihres Spielverhaltens im persönlichen Leben abzuzeichnen drohen oder bereits abgezeichnet haben, spricht man von Pathologischem oder Zwanghaftem Spielen, umgangssprachlicher auch Spielsucht. Klinisch wird Spielsucht als eine Störung der Impulskontrolle klassifiziert.

Das heißt, der Spielsüchtige ist unfähig oder nur schwer fähig, seinen Impuls zum Spielen zu unterdrücken – dies selbst in destruktiven Kontexten. Zum Beispiel verwettet er trotz Verschuldung immer mehr Geld oder nimmt eine massive Belastung seiner familären Beziehungen in Kauf, nur um weiter dem Spielen nachgehen zu können. Für Betroffene und Mitbetroffene kann die Spielsucht großes Leid und weitreichende Folgen nach sich ziehen.

Was tun, wenn Spielverhalten zum Problem wird?

Sollten Sie bei sich selbst feststellen, dass Ihr Spielverhalten problematische Züge oder gar das Verhalten eines Spielsüchtigen annimmt, empfiehlt es sich, eine Glücksspiel-Pause einzulegen. Diese Pause sollten Sie dafür nutzen, sich die persönlichen und finanziellen Grenzen in Erinnerung zu rufen, welche Sie im Zuge Ihres Problemverhaltens verletzt oder überschritten haben. Ob es sich um Spielzeit, Wettarten oder Einzahl-Budgets handelt: Funktion dieser Grenzen war es, Sie vor Konsequenzen zu bewahren, die Sie für sich selbst als negativ und unerwünscht erkannt hatten.

Um mit unproblematischem Glücksspiel fortfahren zu können, müssen Sie Ihr Spielverhalten anpassen und einschränken. Und zwar genau an den Stellen, an denen es Ihre vorherigen Grenzen verletzt hat. Eine hilfreiche Resource dazu bietet der spätere Textabschnitt „Casino-Spielsucht – Präventionsmöglichkeiten“. Sie können aber auch einfach eine kostenfreie Beratung bei einer der offiziellen Hilfsadressen für Spielsuchtprobleme in Anspruch nehmen. Eine Liste dieser Adressen finden Sie, nach Bundesland geordnet, im späteren Abschnitt „Hilfe bei Spielsucht – Adressen in Österreich“.

Sollten Sie bei sich feststellen, dass…

  • Ihre Spielaktiväten nicht ohne weitere Grenzüberschreitungen vonstatten gehen,
  • Es Ihnen schwerfällt, Ihr Spielverhalten risikomindernd einzuschränken,
  • Es Ihnen schwerfällt, Glücksspielaktivitäten überhaupt nur zu pausieren,

dann suchen Sie bitte einen Arzt auf und bitten ihn um eine Diagnose. Denn es könnte sein, dass Sie an Pathologischem Spielen erkrankt sind. (Mehr zu den Anzeichen von Spielsucht finden Sie im nächsten Abschnitt „Anzeichen und Symptome von Spielsucht“.)

Der Arzt wird Ihnen entweder selbst eine Diagnose stellen oder Sie an einen Experten verweisen, der dies für Sie tun kann. Sie können auch direkt zu einer Beratungsstelle für Spielsucht gehen, wo man Sie kompetent beraten wird.

Ist bei Ihnen nun ein Suchtproblem festgestellt worden, wird man Ihnen erklären, wie Sie am besten damit umgehen können. Man wird Ihnen verschiedene Behandlungsmöglichkeiten vorschlagen in Form von Therapien mit professioneller psychologischer Betreung. Diese Möglichkeiten sollten Sie auf jeden Fall wahrnehmen, denn Spielsucht ist eine ernste Erkrankung, die schwere Folgen haben kann.

Genaueres über die verschiedenen Behandlungsmethoden von Spielsucht erfahren Sie im Textabschnitt „Spielsucht – Therapieformen und Behandlungsmethoden“.

Anzeichen und Symptome von Spielsucht

Für Außenstehende kann das Verhalten eines Spielsüchtigen viele Hinweise geben, dass etwas nicht mit ihm stimmt. Von Depressionen bis hin zu finanziellen Nöten sind diese Anzeichen jedoch oft eher genereller Ausdruck einer Suchtproblemaktik und lassen daher keine zwingenden Rückschlüsse auf eine spezifisch glücksspielbezogene Suchterkankung zu.

Das DSM-5 (Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders), ein amerikanisches Klassifikationssystem, das im psychiatrischen Bereich für die Diagnose psychischer Erkrankungen angewendet wird, bietet hingegen eine Auflistung von Symptomen der Spielsucht, die konkret und unmissverständlich ausfällt. Diese Auflistung möchten wir Ihnen nun zugänglich machen.

Anzeichen und Symptome von Spielsucht laut DSM-5:

  • Das Bedürfnis immer höhere Geldsummen einzusetzen, um das angestrebte Erregungsgefühl zu erzielen.
  • Rastlosigkeit oder Gereiztheit beim Versuch, Glücksspielangebote eingeschränkt oder gar nicht mehr wahrzunehmen.
  • Das Scheitern mehrerer bereits erfolgter Versuche, das eigene Spielverhalten einzuschränken oder aufzugeben.
  • Dauerhaftes Vertieftsein ins Glücksspiel (d.h. permanentes Erinnern früherer Spielerfahrungen, ausgiebiges Planen kommender Spielaktivitäten, Nachdenken über Möglichkeiten der Wettgeldbeschaffung).
  • Häufiges Vorkommen von Spielaktiväten während Stresssituationen (d.h. unter negativen Gefühlen von Hilflosigkeit, Schuld, Angst, Sorge oder Trauer).
  • Häufige Versuche, monetäre Verluste mit neuen Spielaktivitäten auszugleichen.
  • Lügen, um das Ausmaß persönlicher Involviertheit ins Glücksspiel zu verheimlichen.
  • Das Gefährden oder bereits erfolgter Verlust einer wichtigen sozialen Beziehung, eines Arbeitsplatzes, einer bildungs- oder karrieretechnischen Chance zugunsten von Glücksspielaktiväten.
  • Das Angewiesensein auf Hilfe von außen, um Situationen finanzieller Bedrängnis zu entschärfen, die durch Glücksspiel verursacht wurden.

Die Auftretenshäufigkeit dieser Spielsucht-Symptome lässt einen Rückschluss auf den Schweregrad des Suchtverhaltens zu. 4 bis 5 erfüllte Kriterien deuten auf eine leichte, 6-7 auf eine mittelschwere und 8-9 auf eine schwer ausgeprägte Spielsucht hin. Die Übergänge zwischen lediglich riskantem Spielverhalten und pathologischer Störung sind tendenziell fließend und werden daher gerade von Betroffenen oft nicht bemerkt. Unter diesem Aspekt gewinnen Präventionsfragen ein besonderes Gewicht. In späteren Abschnitten finden Sie deshalb alles wichtige zur Prävention von Spielsucht.

Spielsucht – Ursachen und Vorrausetzungen

Wie bei jeder anderen psychischen Störung auch, sind die Ursachen und Vorraussetzungen der Spielsucht nicht monokausal aufzufassen. Vielmehr werden ihre Entstehungsbedingungen in einem komplexen Zusammenspiel aus genetischer Veranlagung, sozialem Umfeld und den aus diesen Einflüssen hervorgehenden individualpsychologischen Strukturprinzipien geschaffen. Ein derartiges Mehrfaktorenmodell bringt zwar eine gewisse Vagheit mit sich, bietet aber doch den besten Ansatz, um die vielfältigen Einflüsse zu repräsentieren, denen ein suchterkrankter Spieler ausgesetzt ist.

Genetische Ursachen

Die Ergebnisse verschiedener Untersuchungen zur Epidemiologie von Spielsucht deuten darauf hin, dass die Anfälligkeit für diese Suchterkrankung zu einem hohen Maße genetisch bedingt ist. So wurde bei Spielsüchtigen ein verhäuftes Auftreten des D2A1-Gens im Vergleich zur Normalbevölkerung festgestellt (Comings et al. 1996). Bei diesem Gen handelt es sich um eine Variante des Dopamin-D2-Rezeptor-Gens. D2A1 beeinflusst das dopaminerge System dahingehend, dass die belohnende Wirkung bestimmter Reize stark gesteigert ist. Suchtmittel haben für Besitzer dieses Gens somit ein viel höheres Verlockungspotenzial als für Personen, die dieses Gen nicht aufweisen.

Das Anfälligkeitsrisiko für Suchtverhalten und geringe Impulskontrolle ist durch das Auftreten von D2A1 gesteigert. Auch Personen mit substanzbasierten Süchten (z.B. nach Alkohol und Drogen) weisen diese Genvariante in vermehrter Weise auf. Im Zuge von Familien- und Zwillingsstudien wurde geschätzt, dass die genetische Disposition einen etwa 50%-igen Anteil an der Anfälligkeit für Spielsucht trägt (Eisen et al. 1998; Xian et al. 2007).

Soziokulturelle Ursachen

Versetzen Sie sich in folgende Lage:

Sie leben in einem System, in dem alle menschlichen Bedürfnisse kommerzialisiert worden sind. Beim Streben, Ihre Bedürfnisse zu befriedigen und deren Verletzung zu vermeiden, sind Sie darauf angewiesen, ständig einen größtmöglichen ökonomischen Status zu erreichen. Der ökonomische Status misst sich am Medium „Geld“, dessen dauerhafte, progressive Erwirtschaftung sich Ihnen von kleinauf als alles beherrschendes Lebensprinzip präsentiert. Eine exzessive Konsumkultur, die immer-neue Bedürfnisse schürt, bekräftigt die zwanghafte Alternativlosigkeit dieses Prinzips. Um Sie vor der Barbarei zu bewahren, stellt Ihnen der Staat Optionen zur Verfügung, innerhalb von ihm geschaffener regulatorischen Vorgaben, legal Geld zu erwirtschaften. Alles, was Sie dafür geben müssen, ist Ihre Arbeitskraft.

Die vermeintliche Attraktivität dieses aufs Einheimsen von Steuergeldern abzielenden Angebots wird mit dem Versprechen unterstrichen, dass die Höhe des erzielbaren Geldgewinns mit Ihrer Arbeitsleistung korreliert: Je mehr Zeit und Kraft Sie investieren, desto mehr spränge dabei für Sie heraus. Irgendwann jedoch ereilt Sie die bittere Erkenntnis, dass dies eine Lüge war. Im Zuge weltwirtschaftlicher Krisen, wachsender Niedriglohnsektoren und wegbrechender Arbeitsplätze offenbart sich ein zunehmender Verlust Ihres Wertes als Arbeitsskraft. Gleichzeitig sehen Sie, wie Ihre Mitmenschen aufgrund günstigerer Vorrausetzungen hinsichtlich Herkunft, Geburt oder Bildung wirtschaftlich an Ihnen vorüberziehen, Sie also hilfloses Opfer einer allgemein vorherrschenden Chancenungleichheit geworden sind. Die ausgewählten Gewinner, die das System dann wirklich hervorbringt, werden überall verherrlicht, beneidet, geliebt; ihr finanzieller Reichtum gilt als Zeichen persönlichen Ruhms, großer Attraktivtät und sozialer Dominanz. Diese Menschen sind Erfolgsmenschen. Sie aber sind es nicht.

Im Gegenteil: Sie sind ein Verlierer. Einer, der ganz unten steht, der es nicht geschafft hat. Der es nicht schaffen wird. Ihr Selbstbewusstsein sinkt in den Keller. Sie entwickeln Schamgefühle. Niemand interessiert sich für einen Verlierer, achtet, respektiert ihn. Sie spüren, wie eine schreckliche Ohnmacht von Ihnen Besitz ergreift. Ein Gefühl, das völliger Verdammnis gleichkommt. Ihre Lebensaktiviäten erscheinen Ihnen auf einmal lächerlich, wie eine sinnlose, idiotische Maskerade. Sie bewegen sich in einem Zirkel aus Depressionen und Selbsthass. Manchmal allerdings durchflackert Sie etwas. Ein diffuses Gefühl. Es ist kaum zu greifen; es ist wundervoll, verheißend, ein Traum.

Der Staat hat Mechanismen entwickelt, die nichts anderem dienen als der Aufdeckung solcher Verstöße. Fasst er sie, wird die Bestrafung gnadenlos sein. Was also wäre, wenn es noch eine andere Variante gäbe? Eine, die nicht nur ertragreich ist, sondern gesellschaftskonform. Eine, mit der Sie sehr schnell sehr viel Geld verdienen können … Plötzlich erinnern Sie sich an einen Vater, einen Onkel oder an einen Kollegen. Der hatte doch mal einen riesigen Gewinn gemacht.

Mit nichts als einer klugen Wette. Völlig legal und auch noch steuerfrei. DAS ist es. Glücksspiel. Der Knoten ist geplatzt. Ihre Hände zittern, Ihr Herz rast. Freudige Erregung in Erwartung leicht verdienter Summen. Sie werden einfach ein paar Euro setzen (natürlich auf die richtigen Wetten!) und dabei wie im Handumdrehen Ihr Kapital vermehren. Sie werden sich großartig fühlen, erfolgreich, mächtig. Ihre Probleme werden gelöst sein. Sie werden ein Gewinner sein.

Was Sie gerade gelesen haben, war nichts anderes als eine prosaische Demonstration der soziokulturellen und psychosozialen Faktoren, die die Persönlichkeitsstruktur eines Menschen hinsichtlich Spielsucht und spielsuchtbegleitende psychische Störungen beeinflussen können.

In der gesellschaftlichen und politisch-ökonomischen Realität vorherrschende Ideologien zu Konzepten wie Gewinn, Geld, Reichtum und Macht zählen ebenso zu diesen Faktoren wie Arbeits- und Lebensverhältnisse, die von den sie betreffenden Gesellschaftsmitgliedern als prekär empfunden werden. (Deutlich wird dies beispielhaft an dem größeren Angebot von Spielautomaten in sozial benachteiligten Stadtteilen (Livingstone 2001; Wheeler et al. 2006; Wardle et al. 2014) und eine prozentual hohe Rate verschuldeter Spielsüchtiger, die in Österreich von der Spielsuchthilfe betreut werden. (Im Jahre 2016 waren 84% dieser Spielsüchtigen verschuldet.

Auch familiäre Werte, Strukturen und Peergroup-Erfahrungen, innerhalb derer Glücksspiel für Kinder und Jugendliche als Identifikationsobjekt und Prägungsmodell frühzeitig in Erscheinung tritt, nehmen signifikant Einfluss auf spielsuchtbezogene Anfälligkeiten.

Es können ebenso Partnerprobleme oder Schicksalsschläge sein, die in familiär-zwischenmenschlichen Kontexten den Nährboden für eine Spielsucht bieten.

Zu guter Letzt schafft das mannigfaltige Angebot von Glücksspiel und seine Akzeptanz im legalen bis halb-legalen Raum eine gesellschaftliche Grundvorraussetzung für Spieler, um überhaupt spielen, also auch spielsüchtig werden zu können. Je mehr Angebote existieren, desto eher können sie wahrgenommen werden. Und je mehr sie wahrgenommen werden, desto eher kommt es zu Fällen problematischen oder pathologischen Spielverhaltens.

Zusätzlich zur genetischen Disposition beeinflussen soziokulturelle und psychosoziale Faktoren also entscheidend die Persönlichkeitsstruktur eines Menschen. Diese Persönlichkeitsstruktur wiederum gibt Aufschluss über den vorhandenen Grad an Spielsuchtanfälligkeit.

Persönlichkeitsstruktur als Ergebnis genetischer und soziokultureller Ursachen

Im Bereich der Spielsuchtforschung gab es mehrere Versuche, Persönlichkeitsmerkmale wie Risikobereitschaft, Sensationslust und Impulsivität zur Grundlage eines Klassifikationssystems bestimmter „Spielertypen“ zu machen. Studien in diesem Bereich haben jedoch größtenteils inkonsistente Funde hervorgebracht (Meyer 108-112). Daher bleibt es äußert fraglich, inwieweit eine Typisierung pathologischer Spieler, welche individuell verschiedene, fallbedingte psychologische Faktoren per Definition verallgemeinert, überhaupt zielführend und sinnvoll ist.

Psychologische Faktoren hingegen, die in einem definitiven Zusammenhang mit der Spielsucht stehen, ergeben sich aus ihrem gemeinsamen Auftreten mit weiteren psychischen Störungen.

Die höchsten Komorbididätsraten existieren hier für substanzgebundene Süchte. Deutsche und amerikanische Studien kamen beispielsweise zu dem Ergebniss, dass bei 63-73% der problematischen oder krankhaften Spieler zugleich auch eine Alkoholabhängikeit vorlag, während dies lediglich auf 25% der Nichtspieler zutraf (Meyer et al. 2011a; Bischof et al. 2013; Petry et al. 2005).

Auch Störungen wie Depressionen, Angsstörungen oder PTSD treten unter Spielsüchtigen im Vergleich zur Normalbevölkerung deutlich häufiger auf. (Bischof et al. 2013; Petry et al. 2005; Kessler et al. 2008).

Spielsucht lässt sich anhand mehrerer Studien als eine Folge von Depression begreifen, da sie von Betroffenen bei entsprechender genetischer Disposition im Sinne einer selbstbelohnenden Coping-Strategie eingesetzt werden kann, um psychisches Leiden zu verdrängen bzw. zu lindern. (Lee et al. 2010; vgl. Blaszczynski u. McConaghy 1988; Levy u. Feinberg 1991; Henry 1996; Coman et al. 1997; Ledgerwood u. Petry 2006c). Dies sollte auch unser Gedankenexperiment im Abschnitt „Soziokulturelle Faktoren“ aufzeigen, in welchem Glücksspiel als legitimer, wirkstarker Ausweg gesehen wurde, um einer Depression zu entfliehen.

Natürlich können Suchtprobleme, die aus dem Drang heraus entstanden sind, Depressionen zu lindern oder Traumata zu verarbeiten, wiederum selbst zur Ursache weiterer Depressionen oder Angsstörungen werden. Dies führt dann zu einem Teufelskreis, in dem man spielt, um sich besser zu fühlen, bei Spielverlusten jedoch heftige Panik-, Angst- und Minderwertigkeitsgefühle entwickelt, die wiederum mit neuen Gewinnen bekämpft werden müssen, was immer höhere Einsätze erfordert. Spielsucht und begleitende psychische Erkrankungen wirken in Betroffenen geradezu teuflisch auf- und untereinander.

Casino-Spielsucht – Präventionsmöglichkeiten

Um das Risko problematischen Spielverhalten zu vermeiden, sollte man sich an ein paar Grundregeln halten. Diese Grundregeln beziehen sich auf das Festsetzen und Einhalten persönlicher Grenzen in Bezug auf Spielzeit, Spieleinsatz, Spiellaune und Spielauswahl sowie aufs regelmäßige Reflektieren Ihres Spielverhaltens.

Spielzeit:

  • Legen Sie vor dem Spielen ein Zeitlimit fest, für wie lange Sie spielen wollen. Beenden Sie die Spielsitzung, wenn Ihre Spielzeit abgelaufen ist.
  • Achten Sie darauf, dass Glücksspiele insgesamt nur einen überschaubaren Teil Ihrer Freizeit einnehmen. Glücksspiel sollte nicht alleiniges Hobby sein.

Spieleinsatz/Budget:

  • Setzen Sie sich ein festes Budgetlimit für jede Spielsitzung.
  • Versuchen Sie nicht, Ihre Verluste durch weiteres Spielen auszugleichen.
  • Verspielen Sie Ihr Sitzungsbudget nicht sofort zu Beginn. Halten Sie die Einsätze klein.
  • Spielen Sie niemals mit Geld, dessen Verlust Sie sich nicht leisten können.
  • Leihen Sie sich niemals Geld fürs Glücksspiel.

Spiellaune:

  • Spielen Sie niemals, wenn Sie übermüdet sind.
  • Spielen Sie niemals, wenn Sie niedergeschlagen oder in schlechter Stimmung sind.
  • Spielen Sie niemals unter Stress, Anspannung oder unter Einfluss von Drogen, Alkohol und Medikamenten.

Spielauswahl:

  • Wählen Sie nur Spiele, mit deren Abfolge und Regeln Sie vertraut sind. Wenn Sie etwas neues versuchen, niemals direkt für Geld spielen.

Zu guter Letzt:

Bilden Sie sich niemals ein, dass Sie die Spielergebnisse vorhersagen oder steuern können. Halten Sie sich vor Augen, dass Ihre Gewinne und Verluste beim Glücksspiel immer zufallsbasiert sind.

Bemühen Sie sich um die Einhaltung Ihrer persönlichen Grenzen und reflektieren Sie Ihr Spielverhalten regelmäßig. Sollten Sie bei sich feststellen, dass Sie ihre Grenzen überschreiten und ein problematischer Spieler sind, lesen Sie bitte den Abschnitt „Was tun, wenn Spielverhalten zum Problem wird?“.

Spielsucht – Therapieformen und Behandlungsmethoden

Pathologische Spieler, die sich nicht aus eigener Kraft von Ihrer Sucht lösen können, sind auf professionelle Hilfe angewiesen. In einer Spielsucht-Therapie wird ihnen beigebracht, wie sie ihre Krankheit in den Griff bekommen und die Kontrolle über ihr Leben zurückerlangen können.

Grundsätzlich sind zwei Therapieformen möglich:

Die ambulante Therapie hat gute Aussichten auf Erfolg, wenn der Patient in seinem sozialen Umfeld, zum Beispiel durch Freunde oder Familie, Unterstützung erfährt. Da der Patient hier normal seinem Alltag nachgehen kann, ermöglicht ihm dies, therapeutische Lernergebnisse unmittelbar in die Praxis zu überführen. Die Dauer der Therapie beträgt circa ein Jahr.

Eine stationäre Behandlung empfiehlt sich, wenn der Patient unter einem stark ausgeprägten, unwiderstehlichen Verlangen nach Glücksspiel leidet. In einer stationären Einrichtung wird es ihm leichter fallen, dem Verlangen standzuhalten, denn potenzielle Versuchungsmomente sind von Seiten der Klinik aus bereits eingeschränkt. Vorteil einer Klinik ist auch deren hochprofessionalisierte Infrastruktur, die nicht nur ein geschultes Team von Spielsuchtspezialisten sondern überdies spezialisierte Behandlungsmöglichkeiten für Begleiterkrankungen wie Depressionen, Angststörungen oder Alkoholsucht bereitstellt. Die Dauer der stationären Therapie beträgt circa 5-12 Wochen.

Sowohl ambulant, als auch stationär finden Einzel- und Gruppentherapien statt, in denen immer das Gespräch im Mittelpunkt steht. Beide Therapieformen teilen dabei die selben Kernaspekte:

  • Bearbeitung individueller Hintergründe der Spielsucht (z.B. Traumata, Depressionen, Ängste und Konflikte)
  • Kritische Reflektion eigener Verhaltensmuster (z.B. Größenwahn oder Fluchtverhalten)
  • Behebung falscher Überzeugungn (z.B. dass der Patient Spielergebnisse durch Geschick kontrollieren kann oder dass Glücksspiel einen legitimen Ausweg aus finanziellen Nöten darstellt)
  • Erlernen von Impulskontrolle und Bewältigungsstrategien: Unwiderstehliches Verlangen nach Glücksspiel wird durch das Erlernen von Kontrollstrategien gedämpft und der obsessiv verengte Fokus des Patienten auf neue Aktivitäten und re-integrative Aufgaben wie die Wiederherstellung von sozialen Kontakten gelenkt.
  • Umgang mit Schulden und Geld: Auseinandersetzung mit den eigenen finanziellen Problemen, auch in Zusammenarbeit mit einer Schuldnerberatung. Erneutes Erlernen eines gesunden, realistischen Bezuges zu Geld.

Nach einer abgechlossenen Therapie wird Betroffenen die Anbindung an Selbsthilfegruppe empfohlen. Das Rückfallrisiko nach einer Spielsucht-Therapie wird von Experten als hoch eingeschätzt.

Genauere Prognosen über die Erfolgsrate von Spielsuchttherapien lassen sich nicht anstellen, da es noch keine größer angelegten, kontrollierten Therapiestudien gibt.

Responsible Gaming in Online-Casinos

Alle seriösen Online-Casinos im Besitz offizieller Glücksspiellizenzen verpflichten sich den Richtlinien Verantwortungsvollen Spielens (Responsible Gaming). Darunter fällt nicht nur die Aufklärung des Kunden, wie dieser problematisches Spielverhalten vermeidet. Auch das Bereitstellen verschiedenartiger Tools, die dem Kunden helfen sollen, seine persönlichen Limits in Bezug auf Wettbudgets und Spielzeit verbindlich zu setzen, unterliegt dem Grundsatz des Responsible Gaming.

Spielern wird hier die Möglichkeit geboten, Einzahlungslimits und Verlustlimits zu definieren, die dann fest im System hinterlegt sind. Diese Limits können täglich, wöchentlich oder auch monatlich festgelegt werden.

Eine Selbstausschluss-Funktion stellt sicher, dass Spieler, die eine temporäre oder permanente Spielpause einlegen möchten, vom Casino 100%ige Unterstützung dabei erfahren.

Zusätzlich arbeitet ein seriöses Online-Casino mit einem verantwortungsvollen Glücksspielteam zusammen, welches problematisches Spielverhalten unter Casino-Kunden identifiziert und diese daraufhin anspricht. So wird sichergestellt, dass problematische Spieler, die Ihr Verhalten selbst nicht reflektieren können, nicht alleingelassen werden und sich zu pathologischen bzw. zwanghaften Spielern entwickeln.

Die Experten von CasinoNow empfehlen für Sie nur ausgewählte Casino-Angebote auf ihrer Seite, bei denen Responsible Gaming großgeschrieben wird und für die die Sicherheit des Kunden an erster Stelle steht.

Mögliche Auswirkungen und Risiken von Glücksspielen

Ein verantwortungsbewusster, gelegentlicher Umgang mit dem Glücksspiel kann für wunderbar unterhaltsame Stunden sorgen. Wie wir in diesem Artikel bereits erfahren haben, kann aus Spaß an der Sache aber auch bitterer Ernst werden – nämlich dann wenn sich das Glücksspiel zu einer Sucht entwickelt. Die Folgen des Verhaltens eines Spielsüchtigen reichen vom Verlust sozialer Kontakte, über Angststörungen und Depressionen bis hin zu finanziellen Krisen oder dem Verlust des Arbeitsplatzes.

Obwohl die Anfälligkeit für eine Sucht in erster Linie von genetischen und soziokulturellen Faktoren abhängt, fußen Glücksspiele an sich auf bestimmten Mechanismen, die als inhärente Risikofaktoren hinsichtlich der potenziellen Entwicklung pathologisches Spielverhalten betrachtet werden müssen. Über diese Risiken werden wir Sie nun aufklären.

Suggestion von Kontrolle über das Spiel:

Die Ergebnisse von Glücksspielen basieren auf Zufallsprinzipien. Da alle Glücksspiele dem Spieler jedoch einen gewissen Handlungsfreiraum zur Verfügung stellen – z.B. in Form von Stopp-Tasten an Geldspielomaten oder verschiedener Wettmöglichkeiten beim Roulette – besteht die Gefahr, dass positive Spielergebnisse vom Spieler als Resultat seines eigenen „Könnens“ aufgefasst werden. Dies kann zu Selbstüberschätzung beim Platzieren weiterer Wetteinsätze und dementsprechend zu heftigen Verlusten führen.

Ständige Erreichbarkeit:

Der Siegeszug internetbasierter Glücksspielangebote hat das Glücksspiel zu einer ständig präsenten Option werden lassen, die jegliche, mit traditioniellen, landbasierten Casinos zusammenhängende Hindernisse aufhebt. Ohne umständlich einen Ausflug ins Casino planen zu müssen, kann der Spieler zu jeder Zeit und an jedem Ort seiner Leidenschaft für das Glücksspiel frönen. Das nächste Spiel ist immer nur ein Mausklick entfernt. Entsprechend groß gerät dadurch die Versuchung, eine Spielsitzung zu starten, die eigentlich gar nicht eingeplant war.

Hohe Geschwindigkeit:

Ein weiteres Risiko von Online-Angeboten im Glücksspielbereich liegt in ihrer tendenziell hohen Geschwindigkeit. Spiele sind in der Regel sehr kurz und die Pausen zwischen den Spielrunden ebenso. Dies kann problematisches Spielverhalten in Form unüberlegter und hitziger Wettentscheidungen provozieren. Durch die erhöhte Geschwindigkeit reduzierte Entspannungsmomente machen es dem Spieler zusätzlich schwerer, sich vom Spiel zu lösen, da er durch die permanente Anspannung emotional daran gefesselt wird. Eine Casino-Sucht kann die Folge sein.

Schwindender Realitätsbezug durch Virtualität

Auch die Anonymität des Spielenden im Online-Sektor kann ein Problem darstellen. Der Spieler sitzt in der Regel isoliert und alleine am Smartphone/PC und bleibt in seinem Wettverhalten unbeobachtet. Der Mangel sozialer Orientierungspunkte wie sie im Beisein anderer Menschen enstehen, kann die realistische Einschätzung von Wettrisiken erschweren. Auch durch die elektronische Abwicklung der Bezahlung in Online-Casinos kann ein Realitätsbezug verloren gehen: Die Einsätze und Verluste haben etwas „Virtuelles“ an sich und wirken im Vergleich zu physischen Bargeldverlusten zunächst weniger „einschneidend“.

Spielsucht: Mythos und Wahrheit

Mythos: Spielsucht ist keine wirkliche Krankheit.

Wahrheit: Spielsucht ist eine ernsthafte psychische Erkrankung, die das Leben der Betroffenen und ihrer Angehörigen auf katastrophale Weise beeinträchtigen kann. Klinisch wird Spielsucht als Störung der Impulskontrolle klassifiziert ist und geht leider oft mit weiteren Erkrankungen wie z.B. Alkoholabhängigkeit oder Depressionen einher.

Mythos: Gewinne beim Glücksspiel haben etwas mit Können zu tun.

Wahrheit: Dies ist ein verbreiteter Irrglauben unter Glücksspielen. Man bezeichnet die Denkweise, als Spieler das Spiel kontrollieren, vorhersehen oder manipulieren zu können, als „Magisches Denken“. Zwar haben Sie im Glücksspiel die Möglichkeit, Ihre Chancen zu erhöhen. Doch Spieleergebnisse werden immer auf Grundlage des Zufalls entschieden.

Mythos: Verlorenes Geld sollte man durch neue Wetten sofort wieder reinholen.

Wahrheit: Absolut falsch. Der Gedanke, verlorenes Geld durch neues, exzessives Spielen wieder reinholen zu müssen, führt nicht selten zu einer „Aufholjagd“, die den Spieler mit größeren Verlusten zurücklässt, als ursprünglich einkalkuliert. Jegliches Geld, das Sie verlieren, sollten Sie als legitimen Preis für Ihr Spielvergnügen betrachten können. Können Sie das ab einer bestimmten Verlustgröße nicht mehr, sollten Sie das Spiel abbrechen.

Hilfe bei Spielsucht – Adressen in Österreich

In diesem Abschnitt finden Sie ausgewählte Kontaktadressen von Beratungsstellen für Spielsuchtprobleme in Österreich. Die dortige Beratung ist grundsätzlich kostenfrei und anonym. Zögern Sie also nicht, sich dort zu melden.

Burgenland

Fachstelle für Suchtprävention Burgenland, PSD Burgenland

Franz Liszt Gasse 1/III

7000 Eisenstadt

Tel.: +43 (05) 7979/200-15

E-Mail: suchtpraevention@psd-bgld.at


Kärnten

Spielsuchtberatung des Magistrats der Stadt Klagenfurt

St. Veiter Straße 195

9020 Klagenfurt

Tel.: +43 (463) 537 57 82

E-Mail: spielsuchtberatung@klagenfurt.at


Ambulanz “de La Tour” im LKH Villach

Nikolaigasse 43

9500 Villach

Tel.: +43 (4242) 208 22 49

E-Mail: amb.dlt@lkh-vil.or.at


Krankenhaus de La Tour

De La Tour Straße 28

9521 Treffen

Telefon: +43 (4248) 2557-0

E-Mail: krankenhaus.delatour@diakonie-delatour.at


Niederösterreich

Selbsthilfegruppe Anonyme Spieler

Himmelreichstraße 8

3390 Melk

Therapie und Beratung in 1230 Wien nach Anmeldung per Telefon oder eMail

Telefon: +43 (660) 123 66 74

E-Mail: shg@anonyme-spieler.at


Suchtberatung Baden – Anton-Proksch-Institut

Helenenstraße 40/41 (vis-a-vis Strandbad)

2500 Baden

Tel.: +43 (1) 880 10-1370

E-Mail: baden@api.or.at


Suchtberatung Wiener Neustadt – Anton-Proksch-Institut

Langegasse 18

2700 Wr. Neustadt

Tel: ++43 (1) 880 10-1380

E-Mail: wr.neustadt@api.or.at


Oberösterreich

Spielsuchtberatung der Schuldner-Hilfe OÖ

Stockhofstraße 9

4020 Linz

Tel.: +43 (732) 77 77 34

E-Mail: linz@schuldner-hilfe.at


Ambulanz für Spielsucht der Pro mente OÖ

Neuromed Campus des Kepler Universitätsklinikums

Wagner-Jauregg-Weg 15

4020 Linz

Tel.: +43 (05) 76 80 87-39571

E-Mail: spielsucht.nmc@kepleruniklinikum.at


Salzburg

Spielsucht-Ambulanz, Universitätsklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik

Christian-Doppler-Klinik, Gebäude 16

Ignaz-Harrerstraße 79

5020 Salzburg

Tel.: 43 (0)5 7255 – 34991

E-Mail: suchtambulanzen@salk.at


Institut Glücksspiel & Abhängigkeit

Emil-Kofler-Gasse 2

5020 Salzburg

Tel: +43 (662) 87 40 30

E-Mail: office@spielerschutz.eu


Steiermark

Fachstelle für Glücksspielsucht Steiermark

Dreihackengasse 1

8020 Graz

Tel.: +43 (664) 964 36 92

E-Mail: office@fachstelle-gluecksspielsucht.at


Tirol

Contra Gambling, geleitete Therapiegruppe

c/o Verein BIN (sucht.hilfe: Beratung – Information – Nachsorge)

Anichstraße 34, 2. Stock

6020 Innsbruck

Tel.: +43 (512) 512 580 040

E-Mail: bin@bin-tirol.org


Vorarlberg

Stiftung Maria Ebene

Maria Ebene 17

6820 Frastanz

Telefon: 05522/727 46-0

E-Mail: stiftung@mariaebene.at


Beratungsstelle Clean Bludenz

Kasernplatz 5

6700 Bludenz

Tel.: +43 (5552) – 650 40-0

E-Mail: clean.bludenz@mariaebene.at


Beratungsstelle Clean Bregenz

Montfortstraße 3/3.OG

6900 Bregenz

Tel.: +43 (05574) 454 00-0

E-Mail: clean.bregenz@mariaebene.at


Beratungsstelle Clean Feldkirch

Schießstätte 12/8

6800 Feldkirch

Tel.: +43 (5522) 380 72-0

E-Mail: clean.feldkirch@mariaebene.at


Wien

Ambulante Behandlungseinrichtung Spielsuchthilfe

Siebenbrunnengasse 21/DG

1050 Wien

Telefon: +43 (1) 544 13 57

E-Mail: therapie@spielsuchthilfe.at


Ambulantes Beratungs- und Betreuungszentrum Wien

Grüner Kreis

Simmeringer Hauptstraße 101/6. Stock

1110 Wien

Tel.: +43 (1) 526 94 89 – 40

E-Mail: ambulanz.wien@gruenerkreis.at


AKH Wien: Telefonhotline zum Thema Glücksspiel

der Univ.Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Suchttherapie & -forschung am AKH Wien für Betroffene und Angehörige

Glücksspiel-Hotline, Tel.: +43 (0800) 205242

In Akutfällen:, Tel.: +43 (01) 40 400 – 3547

SpielSucht – Literaturliste

  1. Bischof A, Meyer C, Bischof G, Kastirke N, John U, Rumpf H-J (2013) Comorbid axis-I-disorders among subjects with pathological, problem, or at-risk gambling recruited from the general population in Germany: results of the PAGE study. Psychiatry Research 210: 1065–1070.
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Spielsucht und Verantwortungsvolles Spielen – Fazit

Als klinisch anerkannte, ernsthafte Erkrankung kann Glücksspielsucht für die Betroffenen verheerende Konsequenzen nach sich ziehen. Die Grenzen zwischen problematischem und pathologischem Spielverhalten verlaufen oftmals unmerklich. Deshalb ist es wichtig, dass Spieler ihrer Glücksspielleidenschaft auf verantwortungsbewusste Weise reflektierend nachgehen. Hilfe dabei leisten u.a. die technologischen Möglichkeiten in Online-Casinos. In Österreich existiert ein breitflächiges Angebot an Beratungsstellen und Hilfsorganisationen zum Thema Spielsucht und Spielprobleme.Die professionelle Unterstützung dieser Ansprechstellen kann und sollte von jedem wahrgenommen werden, der Probleme hat, seine Impulse beim Spielen zu kontrollieren.

Spielsucht und Verantwortungsvolles Spielen – Häufig gestellte Fragen

Wo können Spielsüchtige in Österreich Hilfe finden?

In Österreich gibt es etliche Anlaufstellen für Spieler mit Suchtproblemen. Dort können Sie sich kostenfrei und unverbindlich beraten lassen. Die bekannteste dieser Anlaufstellen ist die Wiener Spielsuchthilfe. Alle weiteren österreichischen Adressen hat CasinoNow weiter oben für Sie zusammengestellt: Im Textabschnitt „Hilfe bei Spielsucht – Adressen in Österreich“ finden Sie eine Auflistung sämtlicher Hilfansgebote in den jeweiligen Ländern.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Sobald Sie bei sich feststellen, dass Sie Ihre selbst gesetzten Grenzen beim Glücksspiel wiederholt überschreiten und Ihnen die Willenskraft fehlt, riskantes Spielverhalten zu beenden oder auch nur einzuschränken, sollten Sie zu einem Arzt gehen. Es ist überhaupt keine Schande, diese professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen – Probleme mit Glückspielverhalten und Glückspielsucht sind weit verbreitet. Ihr Arzt wird Sie kompetent dazu beraten können und auch verchiedene Möglichkeiten einer Behandlung erörten.

Welcher Test verrät mir, ob ich spielsüchtig bin?

Es gibt verschiedene Onlinetests, die Sie absolvieren können, um eine Eigendiagnose zu stellen. Zum Beispiel bietet das österreichische Bundesministerium für Finanzen im Rahmen ihrer Hilfsangebote für suchtgefährdete Glücksspieler einen solchen TEST an. Auch auf der Website der Wiener Spielsuchthilfe finden Sie einen solchen TEST.

Ist Casino-Spielsucht weit verbreitet?

Viele Menschen haben mit Spielsucht zu kämpfen. Eine von der Gesellschaft zur Erforschung nicht stoffgebundener Abhängigkeiten (GES) beauftragte Studie ergab im Jahre 2015, dass in Österreich 1,1% der gesamten Bevölkerung das Verhalten eines Spielsüchtigen aufwiesen. Dies waren zum damaligen Zeitpunkt circa 64,000 Personen.

Wie kann ich mein Spielverhalten kontrollieren?

Ihr Spielverhalten können Sie kontrollieren, indem Sie sich feste Limits in Bezug auf Spielzeit und Einzahlbudget setzen, die Sie dann strikt einhalten. Hilfreich ist es, sich diese Limits in einem Buch zu notieren und nach jedem Spielerlebnis zu reflektieren, inwieweit Sie sich daran gehalten haben. Wenn Sie online in einem Casino spielen, können Sie Ihre persönlichen Limits in Ihrem Kundenkonto hinterlegen, so dass diese im System integriert werden und ohne vorherige Kontaktierung des Kundenservices nicht zu überschreiten sind. Generell sollten Sie nicht zu viel Zeit mit Glücksspielen verbringen, d.h. es sollte niemals Ihre einzige Freizeitaktivität darstellen. Wenn Sie eine Gewinnsträhne haben, hören Sie auf, wenn es am Schönsten ist und gehen Sie mit den Gewinnen nach Hause. Für mehr Tipps und Hinweise zu kontrolliertem Spielverhalten lesen Sie bitte den Abschnitt „Casino-Spielsucht – Präventionsmöglichkeiten“.

Was wird von Online-Casinos gegen Casino-Spielsucht getan?

Alle seriösen Online-Casinos verpflichten sich ihrerseits, die Richtlinien verantwortungsvollen Spielens zu befolgen. Dazu zählt die Aufklärung des Kunden über angemessenes Spielverhalten, welches etwaigen Spielproblemen vorbeugt. Dies geschieht über eigenen Rubriken im Online-Auftritt und den Kundendienst. Ebenso stellen Casino-Seiten Tools zur Verfügung, die dem Online-Spieler erlauben, tägliche, wöchentliche oder monatliche Wettlimits festzusetzen. Diese Limits werden im System registriert und sind nur durch gezieltes Kontaktieren des Kundendienstes mit zeitlicher Verzögerung modifizierbar. Spieler, die bei sich problematisches oder das Verhalten eines Spielsüchtigen festgestellt haben, können Ihr Konto sperren lassen. Auf CasinoNow finden Sie Expertenempfehlungen zu den besten Online-Angeboten im Casinobereich. Diese Anbieter haben sich allesamt dem Einhalten der Responsible Gaming-Richtlinien verpflichtet und sind im Besitz offizieller EU-Glücksspiellizenzen.

Wie kann ich einem Spielsüchtigen helfen?

Sollten Sie bei jemandem Anzeichen von Spielsucht feststellen, sprechen Sie mit dem Betroffenen. Machen Sie ihn auf die Ernsthaftigkeit dieser Erkrankung aufmerksam, aber bleiben Sie dabei offen und empathisch. Einen pathologischen Spieler zu verurteilen ist wenig zielführend. Verweisen Sie den Betroffenen auf Hilfsangebote in Form von Beratungsstellen und Therapiemöglichkeiten (siehe „Hilfe bei Spielsucht – Adressen in Österreich“). Falls der Betroffene verschuldet ist, können Sie mit ihm zu einer Schuldnerberatung gehen.

Ist die Sucht nach Videospielen am PC oder an der Konsole mit Casino-Spielsucht gleichzusetzen?

Klinisch gesehen ist Pathologisches Glücksspiel bzw. Casino-Spielsucht nicht mit Computer- bzw. Videospielsucht gleichzusetzen, da bei letzterer in der Regel nicht aufgrund in Aussicht gestellter Geldgewinne gespielt wird. Es gibt allerdings Video- und Computerspiele, bei denen der Spieler zufallsbasierte Inhalte mit einer Echtgeldeinzahlung freischalten kann. Diese sogenannten Lootboxen werden teilweise scharf kritisiert. Rein rechtlich hat dafür bislang jedoch keine Einstufung als Glücksspiel stattgefunden.

Über den Autor

Ute Schreiner

Ute Schreiner

Ute Schreiner ist der professionelle Name unserer Autorin, welche anonym bleiben will. Ute arbeitet bereits seit 2017 bei CasinoNow Österreich und hat bereits die Position des CMO & Produktberater erreicht. Sie studierte Betriebswirtschaftslehre im Bachelor und Master an der Universität Graz und verfügt zudem über Arbeitserfahrung in führenden Marketing-Agenturen.

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